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Warum ich das mache

Woher ich komme

Der erste Anlass war persönlich

Meine Mutter war 36 Jahre lang Pflegefachfrau im selben Betrieb, Vollzeit bis zur Rente. Gegen Ende hat sich verändert, worüber sie abends erzählte. Die eigentliche Pflege trat immer mehr in den Hintergrund. Stattdessen ging es um das, was im Alltag fehlte: kaum noch Zeit für Patient:innen, unzuverlässige Dienstpläne und Strukturen, die hinten und vorne nicht mehr passten.
 

Am eindringlichsten sprach sie über die jungen Kolleg:innen. Berufseinsteigende, die in Abläufe geworfen werden, die überhaupt nicht mehr zu ihrer Lebensrealität passen und die entsprechend schnell wieder hinwerfen.
 

Das ist natürlich erst mal nur der Bericht aus einer einzelnen Einrichtung. Für mich war genau dieses Bild aber der Auslöser, mir das Thema mit etwas Abstand und genauer anzusehen.

Der zweite Anlass war beruflich

2022 habe ich im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit die kantonale Rechtsetzung zur Umsetzung der Pflegeinitiative in allen 26 Kantonen erhoben. Dabei wurde ein Muster sichtbar, das sich seither bestätigt hat: Der politische Prozess erzeugt Vorgaben und Fristen, aber er liefert den Betrieben keine Anleitung, wie sich der Alltag auf einer Station tatsächlich verändern lässt.

Zwischen der Regelungsebene und der Stationsebene liegt eine Lücke, die niemand systematisch bearbeitet.
 

Frühdienst arbeitet in dieser Lücke.

Beruflicher Weg

2014–2017 · Meinungsforscher und Interviewer, gfs.bern

2017–2020 · Redaktor, Berner Zeitung

2020–2021 · Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Eidgenössische Kommission gegen Rassismus

2021–2022 · Kommunikations- und Projektmanager, Bundesamt für Raumentwicklung

2022–2023 · Policy Analyst und Researcher zur Pflegeinitiative, formative works

2023–2024 · Projektleiter Citizen Science, Science et Cité


Master of Arts in Zeitgeschichte, Universität Freiburg, Schwerpunkt qualitative Forschungsmethoden


Weiterbildungen an der Berner Fachhochschule:
Qualitative Forschung für Beratung und Organisationen (2026)
Praxis-Update Projektmanagement (2026)

Nikola Stosic

Ich erhebe in Alters- und Pflegeheimen, was den Betrieb tatsächlich belastet und begleite die Umsetzung, bis sich etwas geändert hat.

Was ich kann

Drei Dinge, die ich mitbringe

Interviewhandwerk
Durch geschulte, qualitative Einzelinterviews auf Augenhöhe schaffe ich einen geschützten Raum für absolute Offenheit. Ich höre genau dort hin, wo der Schuh drückt, und filtere die echten Belastungsfaktoren des Pflegepersonals präzise heraus.

Regulierungskompetenz mit Bundesreferenz
Aus meinem nationalen Projekt für das BAG kenne ich die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Ich kenne die Vorgaben und ihren aktuellen Stand und übersetze sie in Fragen für Ihren Betrieb.

Projektleitung, nicht nur Analyse
Ein Bericht allein verändert nichts. Ich verstehe mich nicht als reiner Analyst, der Papier produziert. Ich übernehme die aktive Projektleitung vor Ort und begleite Ihr Team Schritt für Schritt bei der praktischen Umsetzung, bis nachhaltige Resultate stehen.

Wie ich arbeite

Sechs Regeln, an die ich mich halte

  • Vertraulichkeit ist nicht verhandelbar. Keine Aussage wird einer Person zuordenbar weitergegeben, auch nicht auf Nachfrage der Leitung. Keine Auswertung unter einer Gruppengrösse von fünf Personen.

  • Die Regeln stehen vorher fest. Schriftlich, vor dem ersten Interview, für alle Beteiligten einsehbar.

  • Ich spreche mit allen. Pflege, Betreuung, Hauswirtschaft, Küche, Technik, Nachtdienst, Leitung. Wer nur mit der Pflege spricht, hört die Hälfte.

  • Ich sage auch das Unbequeme. Wenn die Befunde in die Führung zeigen, steht das im Bericht. Ein Bericht, der niemandem wehtut, war die Sache nicht wert.

  • Ich verspreche nur, was ich kontrolliere. Meine Leistung, meine Fristen, meine Messung. Nicht Ihre Fluktuationsrate.

  • Ich komme zu unbequemen Zeiten. Nachtdienst, Wochenende, Frühschicht. Ein Betrieb, den man nur am Dienstagvormittag kennt, kennt man nicht.

Am einfachsten lernen wir uns bei einem Besuch kennen: ein halber Tag in Ihrem Betrieb. Kostenlos.

Oder rufen Sie an: 078 659 17 37

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